Zu Beginn der Versammlung gab der SBV-Vorsitzende Christopher Rein neuen Mitgliedern die Gelegenheit, sich allen Anwesenden vorzustellen. Anschließend berichtete Axel Lenk, Geschäftsführer des CDU-Kreisverbandes, über wichtige organisatorische Angelegenheiten. So wird die Kreisgeschäftsstelle von der Rosa-Luxemburg-Straße in die neuen Räume in der Straße Am Vögenteich 26 ziehen, das Büro des Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg ebenso. Vom 27.02. bis zum 04.03. wird die Kreisgeschäftsstelle aufgrund des Umzugs geschlossen sein. Am 05.03. wird der reguläre Geschäftsbetrieb dann wieder aufgenommen werden, so Herr Lenk. Der Kreisverband, welcher derzeit 260 Mitglieder hat, wird am 23.02.2018 zusammen mit Peter Stein, MdB, eine Dialogveranstaltung zum Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD durchführen. Darüber hinaus soll es ein gemeinsames Sommerfest mit dem CDU-Kreisverband Landkreis Rostock geben, informierte Axel Lenk weiter.

Herr Daniel Peters erläuterte den Anwesenden aktuelle Themen aus der Bürgerschaftsfraktion und der Bürgerschaft insgesamt. Die Kommunalwahl 2019 wirft ihre Schatten voraus und so sind alle Mitglieder aufgerufen, sich aktiv an der Themensetzung zu beteiligen und Vorschläge für eine inhaltliche Positionierung der CDU Rostock zu machen.  In der Stadtpolitik steht derzeit der Doppelhaushalt im Fokus; eine Klausurtagung der Fraktion wird sich mit den Inhalten dazu genauer befassen. Die Tatsache eines ausgeglichenen Haushaltes der Stadt Rostock sei eine sehr gute Nachricht, gerade im diesjährigen Jubiläumsjahr, erklärte Herr Peters. 75 Millionen € werden für die nächsten 4 Jahre als Überschuss insgesamt prognostiziert. Dies schaffe Möglichkeiten, mit dem Abbau des Investitionsstaus in verschiedenen Bereichen zu beginnen. Dabei sind Grundsätze wie Sofortinvestitionen in Straßen und Wege, aber auch die Aufstockung der Rücklage, maßgeblich.  Für den geplanten Theaterneubau (geschätzte Kosten ca. 103 Mio. €) sollen ca. 20 Millionen € in eine Theaterstiftung fließen. Die Verhandlungen mit dem Land zur weiteren Finanzierung des Neubaus müssten nun neu beginnen, so Daniel Peters. Man fordere weiterhin eine Kostenübernahme von 50 Prozent (an den derzeit geschätzten Kosten). Ein weiteres Thema sei das Schülerticket, welches aktuell 27,50 € koste. Eine Kostenbeteiligung durch die Stadt in Höhe von 5 € sei denkbar.

Für Herrn Peters ist auch die weitere Verbesserung der Kommunikation der CDU-Bürgerschaftsfraktion mit den Mitgliedern wichtig. So solle regelmäßig über aktuell diskutierte eigene Anträge und Vorhaben informiert werden. In der CDU M-V werde derzeit am neuen Grundsatzprogramm gearbeitet. Eine spezielle Arbeitsgruppe soll sich mit der Beteiligung der Mitglieder per Befragung via Brief oder App befassen. Einige der Anwesenden blickten auch auf die bei den letzten Wahlen teils schwachen CDU-Ergebnisse in Vorpommern und hinterfragten Möglichkeiten, wie Menschen wieder für die CDU gewonnen werden könnten. Trotzdem dürfe die CDU die Städte bei diesen Überlegungen nicht aus dem Blick verlieren. Die ländlichen und die urbanen Räume müssten gleichrangig betrachtet werden. Auch mit Blick auf den Koalitionsvertrag in Berlin und die Situation in der CDU diskutierten die Mitglieder teils kontrovers.

Im Verlauf der Sitzung wurden einzelne städtische Angelegenheiten von den Mitgliedern eingehender besprochen. So gab es Kritik am geplanten Umbau der Steintor-Kreuzung. Vielmehr sei die Sanierung von vielen maroden Gehwegen dringender, da diese auch unmittelbare Gefahrenquellen für die Bürger darstellen. Gerade mit Blick auf das Stadtjubiläum sollten hier die Prioritäten liegen. Laut Daniel Peters werde das Tiefbauamt im Jahr 2019 mehr Mittel für Straßen und Gehwege bereitstellen. Auch das Thema Erweiterung bzw. Modernisierung der Häfen (Terminal, Landstrom) stehe weit oben auf der Prioritätenliste. Die Stärkung des ÖPNV ist für viele der Anwesenden ebenso ein wichtiges Anliegen. Ob dabei jedoch ein kostenloser Nahverkehr, wie er derzeit in Deutschland diskutiert wird, die Probleme lösen könne, wird von vielen bezweifelt. Herr Peters weist ebenfalls auf die Sportförderung in der Stadt hin, deren Ausbau sich die CDU auf die Fahnen geschrieben habe. Beim Thema Breitbandversorgung sei zwar in den meisten Stadtteilen eine gute Versorgung gegeben, aber gerade in den Rand- und Gewerbegebieten der Stadt bestehe teilweise doch ein nicht unerheblicher Ausbaubedarf. Ebenso müssen bei den Stadt-Umland-Beziehungen Sachlichkeit und Fairness Maßstäbe der Diskussion sein.

Die anschließenden Berichte aus den Ortsbeiräten Südstadt, Biestow, Gartenstadt, Hansaviertel und Reutershagen befassten sich überwiegend mit Bau- und Verkehrsangelegenheiten. Dabei informierte der SBV-Vorsitzende Christopher Rein, dass er seine Mitgliedschaft im Ortsbeirat Reutershagen niederlegen werde. Für die Nachfolge schlage er Herrn Kunau vor, so Herr Rein abschließend.

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