Der Kreisvorsitzende der CDU Hansestadt Rostock Daniel Peters (35) will in der Bürgerschaft erwirken, dass Straßenmusiker zukünftig Anträge auf Sondergenehmigungen stellen müssen, um ihre Darbietungen zu zeigen:

„Die Beschwerden über die Lautstärke und die Präsenz mancher Straßenmusiker nehmen rund um die Kröpeliner Straße enorm zu. In manchen Büros verstehen die Angestellten ihr eigenes Wort nicht mehr. An vernünftige Gespräche und Telefonate ist manchmal kaum zu denken. Aktuell fällt hier die besonders die stimmgewaltige ausländische Gesangsgruppe mit sehr eintönigem Repertoire auf, die mit großer Lautstärke für Verärgerung sorgt. Das hat auch nichts mehr mit Kunst zu tun, sondern hier geht es knallhart um Geld verdienen. Das Motto ist, umso lauter die Musik desto größer die Gaben der Menschen“, so Peter.
Der Vorsitzende des CDU-Stadtbezirksverbandes Rostock-Mitte, Patrick Tempel (28), ergänzt: „Nachdem CDU-Mitglieder und ich in den letzten Wochen vermehrt von Anwohnern und Geschäftsleuten auf die Problematik angesprochen wurden, sehen wir dringenden Handlungsbedarf.“

„Wir wollen die Straßenmusiker nicht verbannen, sondern sogar schützen. Der ‚Spielmannopa‘ und andere dürften gegen die Dominanz und die Lautstärke der ausländischen Gesangsgruppe das Nachsehen haben. Das kann nicht sein. Die Stadt muss hier aktiv werden. Deshalb werden wir in der Bürgerschaft dafür werben, dass Straßenmusiker und Kleinkünstler zukünftig eine Genehmigung brauchen, um sich öffentlich zu präsentieren. Damit hat die Stadt die Handhabe, besonders laute und störende Darbietungen zu untersagen und deren Anzahl auch zu beschränken. Derzeit bestehen in der Hansestadt für Fußgängerzonen nur Anweisungen, gegen die nach unserer Kenntnis aber regelmäßig verstoßen wird. So dürften normalerweise keine elektrischen Verstärkeranlagen genutzt und CDs verkauft werden. 

Ich könnte mir vorstellen, dass neben dem sehr einfach zu haltenden behördlichen Verfahren auch eine Gruppe aus Kultur-, Ordnungs- und Ortsamt sowie Ortsbeirat und Kunstverein über die Darbietungen entscheidet. In München wird beispielsweise so verfahren“, so Daniel Peters abschließend.

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