Wolfssichtungen im Rostocker Nordosten / CDU fordert Aufklärung

Der Wolf hat das Stadtgebiet von Rostock erreicht. Seitdem diese Nachricht in der letzten Woche vom Stadtforstamt bestätigt worden ist, meldete sich eine große Anzahl besorgter Bürger beim Stadtbezirksverband Nordost der Rostocker CDU.

"Betroffene Anwohner aus Gehlsdorf, Krummendorf, Hinrichshagen und Toitenwinkel sind in Sorge und wollen von uns wissen, wie groß die Gefahr wirklich ist und welche Gegenden noch begehbar sind. Einige Einwohner haben sogar selbst einen Wolf gesichtet."  - sagte der Vorsitzende der Rostocker Nordost-CDU, Karl Raeuber.

"Der aktuelle Wahlkampf überlastet die Verwaltung anscheinend derart, dass unsere Einwohner von der Stadtverwaltung keine näheren Antworten bekommen und die Wolfssichtungen im Rathaus vergessen wurden. " - so Raeuber weiter.

Auch der agrar- und umweltpolitische Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Berthold Majerus, fordert ein Engagement der Stadt um präventive Maßnahmen vorzubereiten und umzusetzen:

„Eine romantisierende Betrachtung der wachsenden Wolfspopulation hilft nicht weiter. Der Wolf ist ein pragmatischer Beutegreifer, der offensichtlich Siedlungsnähe nicht mehr scheut und auch dort versucht, Beute zu machen.

Ein Raubtier, das ausgewachsene Schafe ins Unterholz zerren kann, gehört nicht in Siedlungsnähe und stellt ein gewisses Gefahrenpotential dar. Es sind also in einer städtischen Task-Force mit Experten präventive Maßnahmen zu besprechen, bevor der erste Wolf z.B. in Kleingärtenanlagen gesichtet wird“

Die Christdemokraten des Rostocker Nordostens fordern die Stadtverwaltung daher auf, eine "Task Force Wolf" zu gründen. Es sollen Maßnahmen vorgestellt werden, die gesichteten Wölfe von dichtbesiedeltem Gebiet fern zu halten.  Zudem sieht der CDU- Stadtbezirksverband das Rathaus in der Pflicht, seine Bürger öffentlich über die Gefahren aufzuklären und Verhaltensweisen im Falle einer Sichtung oder gar eines Angriffes zu vermitteln. Auch das Stadtforstamt sollte personell unterstützt werden, kurzfristig zum Beispiel durch den Kommunalen Ordnungsdienst.

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