„Problem-Kids“ – Rostock braucht einen Masterplan

Den Appell des scheidenden Rostocker Polizeichefs Michael Ebert, die dramatisch angestiegenen Zahlen vermisster Kinder in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock zum Anlass für eine „sehr deutliche Diskussion“ zu nehmen, greift der Kreisvorsitzende der Rostocker CDU, Daniel Peters, auf und fordert endlich einen wirksamen Handlungsplan:

„Schon vor einiger Zeit gab es alarmierende Hinweise der Rostocker Polizei. Die Antwort des Rostocker Sozialsenators Steffen Bockhahn war lediglich, es solle eine Arbeitsgruppe geben. Passiert ist seitdem nichts und die Zahlen vermisster Kinder steigen weiter an.

In der Regel handelt es sich um Kinder aus Heimen oder Betreuungseinrichtungen, die Kinder in Wohngruppen unterbringen. Die Kosten für diese Plätze steigen rapide an und dennoch entfernen sich die betroffenen Kinder und geraten in vielen Fällen in eine Spirale aus Kriminalität und Gewalt, bei denen sie zu Opfern und Tätern zugleich werden.

Offensichtlich läuft vieles schief in Rostock und das Thema soll wohl unter den Tisch gekehrt werden, weil Verantwortliche mehr an der eigenen Karriere basteln. Wir brauchen in Rostock einen Masterplan. Wenn wir das Problem nicht alleine gestemmt bekommen, müssen wir eben Hilfe bei anderen Kommunen suchen und einholen. Offensichtlich gibt es in Rostock eine Überforderung.

Eine neue Variante wäre eine Anbindung der sozialen Arbeit an Rostocker Sportvereine, wie wir es als CDU auch in unserem Wahlprogramm einfordern. Hier wird in der Regel hervorragende Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geleistet. Anstatt die Kinder sich selbst zu überlassen, sollten wir sie zum Sport bringen. Es gilt jetzt, endlich zu handeln und nicht weiter zu lamentieren“, so Peters abschließend.

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