Rostocker Heinrich Prophet in den CDU-Landesvorstand gewählt

Patrick Tempel, Daniel Peters, Vincent Kokert, Dr. Heinrich Prophet
Patrick Tempel, Daniel Peters, Vincent Kokert, Dr. Heinrich Prophet

Der Kreisvorsitzende der Rostocker CDU, Daniel Peters, zeigt sich nach dem Wahlausgang auf dem Landesparteitag der CDU Mecklenburg-Vorpommern sehr zufrieden:

"Wir gratulieren Vincent Kokert herzlich zur Wahl zum neuen Landesvorsitzenden! Neben seiner Wahl freuen wir uns besonders darüber, dass wir mit Dr. Heinrich Prophet nach sehr vielen Jahren auch wieder direkt im Landesvorstand der CDU Mecklenburg-Vorpommern vertreten sind.

Heinrich Prophet ist ein Mecklenburger Urgestein und ein anerkannter Mediziner in unserer Hansestadt. Er wird im Landesvorstand für eine klare Linie des modernen konservativ-christlichen Profils werben und sich für die Interessen der Hansestadt einsetzen", so Daniel Peters.

Dr. Prophet äußerte sich nach seiner Wahl:

"Ich freue mich über das Vertrauen und die zukünftige Arbeit. Meine Schwerpunktthemen werden die Migrations-  und Asyl- sowie die Gesundheits- und Sozialpolitik sein."


Anbei stellen wir Ihnen Dr. Prophets Vorstellungsrede vom Landesparteitag


"Im Jahre 1973 auf einer Dorfstrasse hier in der Nähe treffen sich zwei alte Bauersfrauen auf dem Fahrrad, steigen ab und kommen ins Gespräch über Gott und die Welt.
Die eine zur anderen: „Du Emming, ik glöw wi hem n niegen Paster.“ Darauf die andere: „Nee nee, dei is noch keen Paster nich, dei is ierst Prophet“

Dieser Prophet war mein Vater. Ich bin in Pfarrhäusern in Samtens auf Rügen und  Reinkenhagen bei Grimmen groß geworden. In Grimmen habe ich auch Abitur gemacht.

Ich habe in Rostock Medizin studiert und ein Jahr in Glasgow einen Bachelorkurs absolviert.

Mein 6. Studienjahr, das praktische Jahr, führte ich an Universitätskliniken in Helsinki, Toronto, Houston und New Orleans durch.

Meine Facharztweiterbildung zum Internisten und Subspezialisten für Nierenheilkunde habe ich in Rostock und an der Berliner Charite gemacht.

Zur Zeit arbeite ich als niedergelassener Nierenspezialist in Rostock und habe die größte Lipidambulanz im Land aufgebaut.

Im Rahmen dieser Spezialisierung komme ich durch Vorträge viel in allen Landesteilen herum und freue mich jedes Mal, in diesem vielfältigen und natürlichen Land leben zu können.

Weiterhin setze ich mich im Ortsbeirat meines Stadtviertels, im Schulelternrat eines christlichen Gymnasiums und zukünftig im Vorstand der Gesellschaft der Internisten Mecklenburg Vorpommerns für regionale, schulische und berufspolitische Belange ein.

Ich bin glücklich verheiratet und habe 3 Kinder. In der Freizeit bin ich als Surfer am liebsten am und auf dem Wasser.

Für viele der alten Hasen hier bin ich sicherlich ein junger CDU-Hüpfer, aber ich bin in den letzten beiden Jahren doch durch so manches Tal mit der CDU-Basis gegangen.

Der Auslöser, mich politisch zu engagieren, war ganz klar die Migrationskrise.

Vorher dachte ich wie viele, es sei wichtig sich beruflich und privat fortzuentwickeln oder die Freizeit zu genießen. Ich verließ mich voll und ganz auf die sachgerechte Arbeit unserer Regierung.

Im Herbst 2015 verspürte ich allerdings eine nicht gekannte Unrast und Sorge um unser Land. Die weltpolitischen Ereignisse überschlugen sich geradezu, mit gravierenden Folgen für Europa, und besonders Deutschland und unsere Region.

Es war meiner Meinung nach falsch zu glauben, dass sich unser gesellschaftlicher Zusammenhalt und der Sozialstaat ohne das Setzen von äußeren und inneren Grenzen aufrecht erhalten ließe.

Diese selbstverständlichen Wahrheiten waren in diesem Land durch die deutliche Verschiebung des politischen Koordinatensystem nach links völlig ausgeblendet worden.

Mir war klar, dass die Einstellung zur Migrationsproblematik und zu verschiedenen andere Themen wie Sicherheitspolitik, Bildung, Familie, Eurokrise und Schuldenvergemeinschaftung eine Neuinterpretation verdienen.

Ich weiß, dass die CDU die einzige unideologische Partei ist, dass sie Freiheit der Gleichmacherei vorzieht und trotzdem die Lebensbedingungen im hier und jetzt verbessern will und kann.

Ich möchte mich im Vorstand für eine Schärfung des Profils in der Bildung, in der Sozial- und Gesundheitspolitik und bei Sicherheit und Asyl stark machen.

Da ja der Berg CDU nicht zum Propheten kommen kann, muss sich ja wohl der Prophet zum Berg bemühen.

Vielen Dank, dass Sie mir Gehör geschenkt haben!"

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