CDU: Philosophische Fakultät der Rostocker Universität auf Abwegen

Anlässlich des Vorschlages der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock, Edward Snowden die Ehrendoktorwürde der Universität Rostock zukommen zu lassen, erklärt Detlev Göllner, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Hansestadt Rostock:

„Der Dekan der Philosophischen Fakultät hat der Universität einen der peinlichsten Momente ihrer Geschichte beschert. Der Vorschlag hört sich, salopp gesagt, wie eine späte Rache der 1968er-Generation an. Solch ein Ansinnen kann nur von tiefem Antiamerikanismus geprägt sein, lässt mangelndes Rechtsverständnis vermuten und zeugt nicht gerade von besonderer Kompetenz bei der Bewertung der Sachlage. Hier soll nach dem Willen des Dekans ein in den USA gesuchter Straftäter geehrt werden und es fragt sich, wo das künftig noch enden soll.

Eine wissenschaftliche Leistung Snowdens ist ebenso wenig erkennbar wie eine überragende moralische Wertigkeit seiner Person. Das scheint jedoch bestimmte Kreise der Rostocker Philosophen kaum zu interessieren. Der Ruf der Fakultät dürfte nachhaltig Schaden nehmen und das nur, weil ein kaum bekannter Dekan öffentlich wahrgenommen werden möchte. Es ist ihm anzuraten, es zukünftig mit der von seiner Fakultät beanspruchten „Liebe zur Weisheit“ zu versuchen.

Große wissenschaftliche Leistungen von Albert Einstein, Max Planck oder auch Fritz Reuter und Walter Kempowski , die bislang mit der Ehrendoktorwürde an der Rostocker Universität ausgezeichnet wurden, werden mit solch dümmlichen Vorschlägen nachträglich banalisiert“, so Detlev Göllner abschließend.

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